Seyd gegrüszt, Freunde der mittelalterlichen Kunst und Zunft.

Ihr befindet euch auf dem Pergament der Bekanntmachung, das euch der Mareg-Friesentross näher bringen möchte.

 

Wir befinden uns in der Zeit des späten Mittelalters.
Die Kreuzzüge in den nahen Osten sind längst Geschichte und lange vorbei, aber der entstandene Handel mit Geschmeiden, Gewürzen und Edelsteinen ist in voller Blüte. Doch nicht nur diese Kostbarkeiten finden den Weg nach Westen, sondern auch der schwarze Tod: – Die PEST -

Nach den langen und verheerenden Pestepidemien ist die Bevölkerung millionenfach dahin gerafft und geschwächt worden. Überall herrscht Unruhe, Panik und Angst!

In diesen harten Zeiten des Spätmittelalters befindet sich der Westen in einer turbulenten und bunten Umstrukturierung. Das geordnete Leben ist völlig außer Kontrolle geraten. Krankheit, Armut, Arbeitslosigkeit, Plünderung und Mord beherrschen den Alltag und der Hundertjährige Krieg zwischen England und Frankreich geht in die letzte Phase. Wohin man auch schaut, die Armut ist allgegenwärtig:
Der Adel verarmt, die Adelsritter sind ohne Gefolge und somit ist das Ende des klassischen Rittertums besiegelt und die Geburtsstunde der Raubritterei hat begonnen!

Arbeit gibt es so gut wie keine und wenn, wird diese schlecht entlohnt. Jeder nimmt sich das, was er gerade bekommen kann. Der niedrige Stand und Pöbel deckt sich mit der kostbaren Kleidung des pestverstorbenen Adels ein und somit trägt in dieser Zeit ein jeder das, was er will und findet. Der Klassenunterschied, der durch die Kleidung zu erkenne war, ist weitgehend verwischt. Ein jeder Mensch versucht, sein nacktes Leben zu retten, egal auf welche Art und Weise.

Frauen, aber auch Männer werden im Namen der heiligen Mutter Kirche als Hexen verfolgt und durch die heilige Inquisition brutal gefoltert und hingerichtet. Die Kriege zwischen den Königreichen und die Machtkämpfe zwischen dem wohlhabenden Adel gehen jedoch unvermindert weiter!

Bauern, Handwerker und Wegelagerer verdienen sich; Seite an Seite; mit dem verarmten Adel, herrenlosen Rittern und Soldaten, ihr täglich Brot mit bezahlten Aufträgen und Kampfhandlungen bei Fehden und Kriegen. Sie treten in den Dienst dessen, der den höchsten Sold bezahlt.
Wilde Haufen streifen durch das Land, verbreiten Schrecken und Angst und für eine Hand voll Taler morden sie jeden und sei es der eigene Vater oder Mutter. Dies ist die Zeit der Söldner, aus denen sich später die Landsknechte entwickeln werden.

Doch mitten in diesen wilden Horden gibt es auch jene, die sich an die alten, ritterlichen Tugenden und Versprechen erinnern und diese immer noch ehren und halten.
Unter ihnen auch der MAREG Friesentross.
Ein kleiner Haufen ehemaliger Ritter und Soldaten, die unaufhaltsam durch die Lande streifen, immer auf der Suche nach einem gut bezahlten Auftrag, der sich mit ihrem einen Gewissen vereinbaren lässt. Plünderungen und heimtückischer Mord kommt ihnen dabei nie in den Sinn!! Lieber übernehmen sie Wachdienste und stellen ihr Leben zum Schutze vor das ihres Herren. Immer aufrichtig Treue schwörend und diese haltend kämpfen sie Seite an Seite und ziehen durch das Land.

Diesem Tross angeschlossen haben sich auch Handwerker, die im Auftrag ihrer Zünfte mitziehen; und Kaufleute die unter dem Schutz der Söldner mitreisen.
Überall dort, wo der kleine Haufen lagert, frönen die Arbeiter ihrem Handwerk, reparieren das, was auf den Reisen und in den Kämpfen zu Bruch ging und bieten feil, was sie sonst gefertigt haben.

Wer weiß, vielleicht lagert dieser freundliche Haufen auch bald in eurer Nähe und lädt euch ein, zu verweilen in ihrem Lager bei Speis, Trank und Kurzweil